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QRGen

Der QR-Code-Leitfaden

QR-Codes sind überall – auf Speisekarten, Plakaten, Paketen und auf jeder Schweizer Rechnung. Dieser Leitfaden erklärt, wie sie funktionieren, welche Typen es gibt und wie Sie Codes erstellen, die zuverlässig gescannt werden.

Was ist ein QR-Code?

Ein QR-Code (Quick Response Code) ist ein zweidimensionaler Barcode, den Denso Wave, eine japanische Tochtergesellschaft von Toyota, 1994 zur Rückverfolgung von Autoteilen entwickelte. Anders als ein klassischer Strichcode, der Daten nur in eine Richtung speichert, speichert ein QR-Code Informationen sowohl horizontal als auch vertikal – bis zu 4'296 alphanumerische Zeichen oder 2'953 Byte.

Die drei grossen Quadrate in den Ecken sind die Erkennungsmuster: Sie ermöglichen es einer Kamera, den Code aus jedem Winkel zu lokalisieren und auszurichten. Kleinere Ausrichtungsmuster gleichen Verzerrungen aus, und Taktlinien verraten dem Scanner, wie gross jedes Datenmodul ist.

Wie funktioniert das Scannen?

Wenn Sie eine Kamera auf einen QR-Code richten, findet die Software die drei Eckquadrate, entzerrt die Perspektive und liest das Raster aus dunklen und hellen Modulen als Einsen und Nullen. Versionsinformationen und Formatbits verraten ihr die Grösse des Rasters und die verwendete Fehlerkorrektur.

Die decodierten Bits werden anhand einer Inhaltskonvention interpretiert: Ein Text, der mit «https://» beginnt, öffnet den Browser, «WIFI:» bietet den Beitritt zu einem Netzwerk an, «BEGIN:VCARD» legt einen Kontakt an, «tel:» startet einen Anruf. Mehr steckt hinter einem QR-Typ nicht – er ist lediglich eine standardisierte Art, den codierten Text zu formatieren.

Fehlerkorrektur: die Lesbarkeitsstufe

QR-Codes verwenden die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur: Redundante Daten werden über den gesamten Code verteilt, damit er auch bei Verschmutzung, Kratzern oder teilweiser Abdeckung lesbar bleibt. Genau diese Redundanz macht Logos in der Mitte des Codes überhaupt erst möglich – das Logo «beschädigt» lediglich einen Bereich, den die Redundanz wiederherstellen kann.

Es gibt vier Stufen. Höhere Stufen verzeihen mehr Beschädigung, machen den Code aber dichter, was die maximale Scan-Distanz verringern kann:

StufeBehebbare BeschädigungTypische Anwendung
L (niedrig)~7%Saubere Bildschirme, kurze URLs, maximale Einfachheit
M (mittel)~15%Standard für die meisten Web- und Druckanwendungen
Q (hoch)~25%Aussenbereich, kleine Druckgrössen
H (maximal)~30%Codes mit Logo, raue Umgebungen

Statische vs. dynamische QR-Codes

Ein statischer QR-Code codiert Ihren Inhalt direkt im Bild. Er funktioniert für immer, braucht keinen Dienst im Hintergrund, und niemand kann nachverfolgen, wer ihn scannt. QRGen erstellt ausschliesslich statische Codes – deshalb verfallen sie nie und deshalb können wir arbeiten, ohne irgendetwas zu speichern.

Ein dynamischer QR-Code codiert eine kurze Weiterleitungs-URL, die einem Anbieter gehört. Das Ziel lässt sich später ändern, und Scans lassen sich zählen – doch der Code funktioniert nicht mehr, wenn der Anbieter den Dienst einstellt oder ihn hinter eine Bezahlschranke stellt, und jeder Scan wird protokolliert. Für die meisten Anwendungsfälle ist ein statischer Code die sicherere und datenschutzfreundlichere Wahl.

Welcher QR-Code-Typ für welchen Zweck?

Die Inhaltstypen von QRGen decken die gängigen Alltagsfälle ab:

  • Website (URL)

    Der Klassiker: öffnet eine Webseite. Halten Sie URLs kurz – kürzerer Text ergibt einen gröberen, leichter scannbaren Code.

  • WLAN (Wi-Fi)

    Gäste verbinden sich mit Ihrem Netzwerk, ohne ein Passwort einzutippen. Beliebt in Cafés, Büros und Ferienwohnungen.

  • vCard

    Eine vollständige Kontaktkarte – Name, Unternehmen, Telefon, E-Mail, Adresse – mit einem Scan auf dem Smartphone gespeichert. Ideal für Visitenkarten.

  • E-Mail, Telefon & SMS

    Vorausgefüllte Nachrichten oder Anrufe mit einem Tipp. Praktisch für Support-Hotlines und Feedback.

  • Standort

    GPS-Koordinaten, die sich in der Karten-App öffnen – für Eventflyer und Wegweiser.

  • Bitcoin

    Eine Zahlungsaufforderung mit Adresse und Betrag im BIP-21-Format, das die meisten Wallets verstehen.

Die Schweizer QR-Rechnung

Seit dem 30. September 2022 hat die QR-Rechnung die orangen und roten Einzahlungsscheine in der Schweiz vollständig abgelöst. Jede Rechnung trägt heute einen Zahlteil mit einem Swiss QR Code – erkennbar am Schweizerkreuz in der Mitte – mit Konto (QR-IBAN), Betrag, Währung, Referenznummer und Adressen in einer streng standardisierten Struktur, die von SIX, der Betreiberin der Schweizer Finanzmarktinfrastruktur, festgelegt wird.

Weil Banken diese Struktur validieren, sollte eine QR-Rechnung mit zertifizierter Fakturierungssoftware oder den Tools Ihrer Bank erstellt werden – ein manuell erstellter Code mit falschem Referenztyp wird bei der Zahlung abgelehnt. QRGen konzentriert sich bewusst auf universell einsetzbare QR-Codes; für QR-Rechnungen nutzen Sie die offiziellen Kanäle. Unsere vCard-, Website- und WLAN-Codes hingegen folgen offenen Standards und funktionieren mit jedem Scanner weltweit.

Empfehlungen für zuverlässiges Scannen

  • Kontrast zuerst: Dunkler Code auf hellem Hintergrund. Invertierte oder kontrastarme Codes scheitern bei vielen Scannern.

  • Ruhezone einhalten: Lassen Sie rund um den Code einen leeren Rand von mindestens 4 Modulen.

  • Grösse an die Distanz anpassen: Faustregel: Scan-Distanz ÷ 10 = minimale Codebreite. Ein Plakat, das aus 2 m Entfernung gescannt wird, braucht einen Code von mindestens 20 cm Breite.

  • Vektorformat für den Druck: Verwenden Sie für alles Gedruckte den SVG-Export. Verpixelte Codes lassen sich schlecht scannen.

  • Vor der Veröffentlichung testen: Scannen Sie mit iOS und Android, bei schlechtem Licht, im schrägen Winkel. Erst dann drucken.